Geschichte

Als der Bergbau zu Beginn des 15. Jahrhunderts seine erste Blüte erlebte, durchwanderten die Erzsucher ganz Tirol. Sie suchten mit der Wünschelrute nach Erz und waren durch genaue Beobachtung der Natur imstande, auf Erzlager im Boden zu schließen. Meistens spürten die Erzsucher das Erz auf der Oberfläche auf, wo der Ausbiß war und gruben ihm nach. In Prettau befand sich der Ausbiß knapp oberhalb der Waldgrenze in der Nähe des Rötkreuzes auf etwa 2000 m Meereshöhe.

Die Arbeit der Bergleute war gefährlich und gesundheitsschädigend. Der Berg war unberechenbar und eine ständige Bedrohung für Leib und Leben der Knappen. Das Bewußtsein, ständig in Gefahr zu sein, führte zu einer Frömmigkeit, die man den Knappen aufgrund der Berichte über Rauflust und Aufmüpfigkeit gar nicht zutrauen würde. Kaum ein Berufsstand verfügte über so viele Schutzheilige und hat mehr Kirchen, Kapellen, Bildstöcke und Wegkreuze gestiftet als die Bergleute.

Das Prettauer Kupfer hatte immer schon eine besonderen Ruf, es galt als sehr dehnbar. Diese hervorragende Qualität war vor allem den Schmelzern zu verdanken, deren handschriftliche Notiz über das 'Schmölzen' im Museum zu sehen ist. Das Kupfer kam in Form der sogenannten Kupferrosetten in den Handel.

Die bergbaukundlichen Modelle waren ursprünglich in der Modellkammer im Ansitz Gassegg untergebracht. Anlässlich der Museumsgründung wurden alle Gegenstände in den Kornkasten übersiedelt. Für den Museumsbesucher ist die ursprüngliche Modellkammer virtuell zugänglich: Die Workstation 'Virtuelle Wunderkammer' ermöglicht dem Benützer die Modelle per Mausklick aus dem Regal zu nehmen, zu drehen und in ihren Funktionen zu animieren. Geschichten über die tägliche Gefahr im Berg, über die Furcht der Knappen vor Berggeistern oder über die unterschiedlichen Berufsgruppen vervollständigen das Bild.

 
 
 
 
 

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